Aufstiege zum August-Schuster-Haus
1 Durchs Schleifmühlenlainetal
Gehzeit: 2 - 2 1/2 Std.
Anforderung: leichte Bergwanderung
Weg: Der einfachste und schnellste Zustieg ist von Unterammergau durchs Tal der Schleifmühlenlaine auf der Fahrstraße (eine lang gezogene Kehre kann bequem abgekürzt werden) zum Haus.
2 Über den Kolbensattel
Gehzeit: 2 1/2 – 3 Std.
Anforderung: leichte Bergwanderung
Weg: Von Oberammergau an der Ammer entlang, unter der Bundesstraße durch zu den Kolbenliften. An der Talstation vorbei kurz dem Grottenweg folgen, dann aber rechts abbiegen zum Kolbensattel. Sehr schön zieht nun der Weg nahezu auf gleicher
Höhe durch den Nordhang des Sonnenbergs bis zur Fahrstraße. Nun etwas steiler auf der Straße zur Hütte.
3 Vom Schloss Linderhof
Gehzeit: 2 - 2 1/2 Std.
Anforderung: mäßig schwierige Bergwanderung
Weg: Von Schloss Linderhof durch den Parkplatz zum nordwestlichsten Ende und rechts haltend oberhalb des Schlossgeländes durch den Linderwald. Zweimal eine Forststraße überqueren und in zunehmender Steilheit zum Kälberalmgraben. Diesen überqueren und weiter aufwärts, bis man den Höhenweg Pürschlinghaus – Brunnenkopfhäuser erreicht. Hier rechts abzweigen und auf dem Höhenweg zum bald sichtbaren Haus.
Gipfeltouren
4 Teufelstättkopf 1755 m
Gehzeit: ca. 1 Std.
Anforderung: mäßig schwierige Bergwanderung, die letzten Gipfelmeter unschwierige Kletterei
Weg: Zum Teufelstättkopf steigt man von der Hütte ziemlich steil über einen Wiesen und Waldhang in einen Sattel. Geradeaus geht es weiter zum Laubeneck, rechts biegt der Steig ab zum Gipfel, der sich hier als kecker Felszahn präsentiert. In ein paar Minuten ist seine Spitze erreicht; die leichte Felskletterei bringt die rechte Würze und das stabile Drahtseil die notwendige Sicherheit. Abstieg am Anstiegsweg.
5 Über Kühalm und Teufelstättkopf zur Hütte
Gehzeit: 2 1/2 - 3 Std.
Anforderung: mäßig schwierige Bergwanderung, die letzten Gipfelmeter unschwierige Kletterei
Weg: Die interessanteste Runde rund um das Pürschlinghaus ist der "Zustieg" über den Gipfel. Dazu folgt man wie bei Tour 1 dem Tal der Schleifmühlenlaine bis zur Abzweigung zur Kühalm, geht weiter zur Kühalm und steigt von Norden auf zum Teufelstättkopf. Den Gipfelaufbau erreicht man direkt unterhalb des Drahtseils, klettert in 5 Minuten zum Kreuz hinauf und wieder zurück und steigt wie bei Tour 4 hinunter zur Hütte.
Wintertouren rund ums August-Schuster-Haus
Hier geben sich Skibergsteiger und Schneeschuhgeher, Winterwanderer und Rodler ein fröhliches Stelldichein. Für alle Wintersportler ist Unterammergau bzw. der Parkplatz an der Schleifmühlenlaine der Ausgangspunkt. Rodler und Winterwanderer folgen der Rodelbahn entlang der Schleifmühlenlaine und dem Plattenberggraben zur Hütte (kTour 1 ). Hier ist meist das Tagesziel erreicht, denn der Teufelstättkopf lässt sich nur bei wenig Schnee zu Fuß ersteigen. Schneeschuhgeher und Skibergsteiger, die den Teufelstättkopf besteigen wollen, folgen ab der Hütte in etwa dem Sommerweg in nordwestlicher Richtung zum Sattel vor den Gipfelfelsen. Die letzten Meter über eine steile Schneeflanke (nur bei wenig Schnee ist das Drahtseil frei) zu Fuß zum Gipfel (kTour 4 ).
Varianten: Das Tal der Schleifmühlenlaine teilt sich auf etwa 1000 m in den Kurztalgraben und den Plattenberggraben, an dem die Rodelbahn entlangzieht.
a) Der Plattenberggraben bietet schöne Abfahrtsvarianten zum oberen Teil der Rodelbahn.
b) In den Kurztalgraben fährt man südlich des Skidepots über einen steilen Hang ab, der in die Nordostmulde unterhalb des Gipfels leitet.
c) Eine weitere Abfahrtvariante geht über die Kühalm (kTour 5 ): Von den Gipfelfelsen über den Nordrücken "Auf dem Stein" zur Kühalm oder - sehr steil - aus dem Sattel vor dem Laubeneck zur Hengstwalddiensthütte und weiter mit leichtem
Gegenanstieg zur Kühalm und auf den Querweg zur Schleifmühlenlaine.
Der Teufelstättkopf und die Varianten sind nur bei sicheren Schneeverhältnissen zu befahren und erfordern alpine Erfahrung und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.